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Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)



Anwendungsbereiche Wann kommt eine extrakorporale Stoßwelle in Frage? (Indikation)

Knochennahe Weichteilschmerzen (Ansatztendinosen):

Hierbei handelt es sich um degenerative Veränderungen und Entzündungsprozesse am Sehnen-Knochen Übergang bzw. in den Muskelmanschetten. Der medizinische Begriff dieses Krankheitsbildes lautet "Ansatztendinose". Sie kann an den unterschiedlichsten Körperregionen auftreten. In der Regel gehören diese zu den stark beanspruchten Körperteilen.

Ellenbogen: Hier kann ein Tennisarm oder Golferarm vorliegen (Epicondylitis humeri radialis et ulnaris).
Hüfte: Es kann eine Entzündung des Sehnenansatzes oder des Schleimbeutels vorliegen.
Knie: Der Schmerz wird verursacht durch eine Reizung der Patellasehne.
Ferse: Ein anderes Krankheitsbild ist der Fersensporn, auch Kalkaneussporn genannt. Schmerzen können aber auch am Ansatz der Achillessehne vorliegen. Dann lautet der medizinische Fachbegriff "Achillodynie"

Die Beschwerden werden durch Verschleiß verursacht. Zusätzlich herrscht ein chronischer Reizzustand, der in die benachbarten Regionen ausstrahlt. Bei chronischem Verlauf sind die Ansatztendinosen sehr schmerzhaft. Üblicherweise werden diese Beschwerden unter anderem zunächst mit Tabletten, Salben, Spritzen und Krankengymnastik behandelt.

Kalkschulter (Tendinitis calcarea):

Unter einer Kalkschulter versteht man eine Kalkablagerung unter dem Schulterdach oder im Bereich des Sehnenansatzes oder des Sehnenverlaufs. Die oft einhergehende Reizung unter Beteiligung des umliegenden Gewebes verursacht häufig starke Schmerzen oder schränkt gar die Bewegungsfreiheit des Armes ein. Die Standard-Behandlungen dieser Krankheit bestehen z.B. in einer Eisbehandlung, Krankengymnastik oder Medikamenten. Während in den meisten Fällen diese Kalkansammlung vom Körper nach einiger Zeit abgebaut wird, kommt es bei einigen Patienten zu dauerhaften Beschwerden, weil der natürliche Heilungs- und Abbaumechanismus gestört ist.